RESEARCH | SOUND STUDIES


















studies

for prepared/amplified trumpet - algorithmic composition [lisp/pwgl] and improvisations

[work in progress]


listen to tracks on:

https://soundcloud.com/andr-meier-1/sets/sound-studies-solo-improvisations



study #1 for prepared trumpet


Die STUDY #1 (S/N-1) besteht aus mehreren Simulationen (S/N-1,1.1 bis 1.3 (Stand 08/2015)) eines programmierten Systems, welches aus drei sich überlagernden und  autonomen agierenden rhythmischen [pattern-basierenden] Prozessen aufgebaut ist. 

Jede Evalutation des Programms/Systems erzeugt jeweils eine neue Simulation. Die Simulationen weisen neben ihrer emergenten Klang-Struktur (aufgrund der stets ändernden Überlagerungen der Rauschschichten) auch "Synchronisations-Momente" (Pulsationen) auf, die als Reaktion einer (innerhalb der Simulation) zufällig gewählten vertikalen Kontext-Situation der drei Ebenen erscheinen; bei jedem pattern-match, erscheinen Varianten dieser Pulsationen (Emergenz auf einer zusätzlichen Ordnungsebene, und eine daraus resultierende Komplexitätsreduktion); das Programm wählt den Kontext (search-pattern) bei jeder Simulation neu und autonom aus.






 

study #2 for prepared trumpet

 

Die STUDY #2 (S/N-2) besteht aus mehreren Simulationen (wie S/N-1) eines programmierten Systems, welches aus zufälligen Zahlenwerten gestalthafte Strukturen erzeugt. Dies geschieht indem das System Sequenzen aus diesen zufälligen Zahlenwerten mehrfach sampelt - fraktal-artig, da der jeweilige sample-point und die Länge des samples ebenso durch die Anfangsreihe bestimmt ist.  Jedem der resultierenden Zahlenwerte sind jeweils "Rausch"-Farbe und Dauer zugeordnet. Das System gliedert ebenso Abfolge sowie Sequenz-Länge der "Tempi" (5olen, 32stel...); auf höherer Organisations-Ebene scannt es die eigene Rauschfarben-Struktur nach Mustern (pattern-search) und reagiert bei einem patter-match mit einem  Feedback auf die eigene zeitliche Organisation.

Die Tätigkeit des Komponisten beschränkte sich darauf, dieses System zu entwickeln, um mit ihm - seinen Parameter-Einstellungen, Sensitivitäten, festen/losen Kopplungen und dem mapping - zu spielen, und dann aus unendlicher Anzahl verschiedenstem Systemverhalten Simulationen auszuwählen.


Aus diesen ausgewählten System-Simulationen enstanden kurze signalartige Miniaturen/Module; diese können jeweils wiederholt werden, sowohl unmittelbar als auch in einem übergeordnetem Ablauf/Kontext mit anderen Studies oder Stücken, ebenso können innerhalb der einzelnen Miniaturen kurze Abschnitte wiederholt/geloopt werden. Wird ein Signal mehrfach gespielt sind auch "gefilterte Versionen" möglich, d.h. unter Beibehaltung der Grundstruktur/Rhythmus/Tempo können einzelne Noten/Notengruppen "weggefiltert" werden, sodass ein "löchriges" Signal entsteht, inhärente Strukturen hervortreten. Der Interpret als Beobachter/Filter der Beobachtung des Komponisten.